Marko Asmer.

In vielerlei Hinsicht ähneln sich die Lebensläufe von Nachwuchsfahrer Marko Asmer und Robert Kubica, einem der zwei Einsatzfahrer des BMW Sauber F1 Teams. Beide Piloten stammen aus Osteuropa, beide Piloten konnten sich bei ihrem Aufstieg ausschließlich auf ihr Talent verlassen – und beide Piloten haben es bis in die höchste Motorsportkategorie geschafft.
Marko war estnischer, baltischer, finnischer und skandinavischer Kartmeister, dominierte in der Kart-WM und wurde 2001 als talentiertester Kartfahrer der Welt geehrt. Die Formel Ford erwies sich für ihn als die preiswerteste Möglichkeit, in den Monoposto-Sport einzusteigen. 2003 wurde Marko Zweiter beim Formel Ford Festival in Brands Hatch. Im selben Jahr kletterte er erstmals zum Test in einen Formel-1-Rennwagen des BMW WilliamsF1 Teams. Ab 2004 fuhr er Formel 3. 2007 pendelte er zwischen der All Japan F3 Series und der britischen Meisterschaft, die er mit elf Siegen und zwei weiteren Podestplätzen überlegen gewann.
Kein Wunder also, dass BMW Motorsport Direktor Mario Theissen auf den jungen Esten aufmerksam wurde. Theissen war bereits nach den ersten Tests im Dezember 2007 von Marko angetan. "Er hat konzentriert, fokussiert und ruhig gearbeitet", meinte Theissen. "Die Rückmeldungen von den Ingenieuren stellen ihm ein gutes Zeugnis aus, und auch die Chemie zwischen dem Team und ihm passt."
Marko fühlte sich auf Anhieb wohl im Team und setzt nun alles daran, bei seinen Einsätzen im Saisonverlauf einen blendenden Eindruck zu hinterlassen. "Das BMW Sauber F1 Team ist in der Formel 1 auf dem Vormarsch", sagt er. "Ich mag die Mannschaft sehr. Man hat es mir vom ersten Tag an leicht gemacht, mich zurechtzufinden."
Schon früh in seiner Karriere kam Marko mit der Formel 1 in Kontakt. Als junger Kartpilot machte er in Finnland mit Kimi Räikkönen Bekanntschaft, als Tony Kart Fahrer war Marko mehrere Male Teamkollege von Michael Schumacher. Der siebenmalige Weltmeister ist nicht zuletzt deshalb sein großes Idol. "Michael war schon ein Champion, als ich mit dem Rennsport begonnen habe. Bei einem meiner ersten Tests mit dem BMW Sauber F1 Team war er auch auf der Strecke. Als ich ihn im Rückspiegel sah, war das schon ein komisches Gefühl."
Ähnlich wie Robert, der erste polnische Formel-1-Fahrer, bereichert auch Marko die ohnehin schon internationale Königsklasse um eine weitere Facette: Vor ihm hat kein anderer Este je ein F1-Auto pilotiert. 2008 sollen für den Youngster viele wertvolle Erfahrungen hinzukommen.
| Zahlen und Fakten. | |
| Name: | Marko Asmer |
| Geburtstag: | 30. Juli 1984 |
| Geburtsort: | Tallinn, Estland |
| Wohnort: | Tallinn, Estland |
| Familienstand: | ledig |
| Haarfarbe: | braun |
| Augenfarbe: | grün |
| Gefahrene Grands Prix: | - |
| Siege: | - |
| Podestplätze: | - |
| Polepositions: | - |
| Beste WM-Platzierung: | - |
| Erstes Rennen: | März 2003, Formel Ford, Donington |
| Erster Sieg: | März 2003, Formel Ford, Donington |
| Erstes F1-Rennen: | - |

